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Samos

Nur durch eine etwa sechs Kilometer lange Meerenge von der türkischen Küste getrennt, befindet sich die griechische Insel Samos in der östlichen Ägäis. Mit einer Fläche von knapp 480 Quadratkilometern ist sie die achtgrößte Insel Griechenlands und zählt etwa 34.000 Einwohner. Die Längenausdehnung beträgt 44,3 km, an der breitesten Stelle misst die Insel rund 19 km. Seit etwa einem Jahr ist Samos gleichzeitig auch ein eigenständiger Regionalbezirk.


Samos - Blick auf Kokkari

Samos - über die Insel

Das landschaftliche Bild von Samos wird geprägt durch zwei Gebirgszüge, das Kerkis-Massiv und das Ambelos-Gebirge. Zusammen beträgt der Anteil der hügeligen und bergigen Flächen ca. 60% der Inseloberfläche, wovon wiederum mehr als 4% der Fläche als Gebirge mit Höhen von mehr als 900 m gelten. Zwischen den Gebirgszügen befinden sich in mehrere großflächige Ebenen, die bekanntesten von ihnen sind die Ebene von Karlovasi im Nordwesten und die Ebene von Chora, an die sich im Osten eine weitere Ebene namens Mesokambos anschließt. Der Küstenverlauf von Samos ist weitgehend glattflächig und verzeichnet nur wenige Einschnitte, die als Naturhäfen genutzt werden können. Der größte dieser Einschnitte ist der Golf von Vathy (auch „Golf von Samos“ genannt), eine etwa 5 km ins Inselinnere reichende Bucht, die gleichzeitig den größten Hafen der gesamten Ägäis bildet.

Nach einer äußerst wechselhaften Geschichte mit unzähligen Eroberungen, Niederlagen und Änderungen der Besitzverhältnisse, erlebte die Insel Samos ganz zu Beginn des 20. Jahrhunderts - am 11. August 1904 - eine historische Zäsur, ausgelöst durch ein schweres Erdbeben. Zwar koste das Erdbeben „nur“ vier Bewohnern der Insel das Leben, zerstörte jedoch über 500 Häuser der Inselbewohner, und sorgte dafür, dass zunächst die gesamte Infrastruktur brach lag. Bis 1912 war die Insel Samos von türkischen Truppen besetzt, daran konnte auch eine Rebellion der Bewohner der Insel im Jahr 1908 zunächst nichts ändern. Mit härtesten Mitteln wurde der Aufstand der Bevölkerung niedergeschlagen, dazu setzt man unter anderem auch schweres Kriegsgerät ein. Die Belagerung hatte erst ein Ende, als im Jahr 1912 der Krieg der Türkei gegen Italien ausbrach, und man in diesem Zuge sämtliche zur Verfügung stehende Truppen zusammenziehen musste. Dabei wurden auch die auf Samos stationierten türkischen Truppen abgezogen. Die wenigen noch auf der Insel verbliebenen Militärs konnten nun durch einen weiteren Volksaufstand in die Flucht geschlagen werden. Es war schließlich der 11. November 1912, als man den Anschluss der Insel Samos an Griechenland proklamierte. 1913 konnte dieser Plan dann umgesetzt werden. In schwere Turbulenzen geriet Samos im Zuge des Zweiten Weltkriegs, als die Insel durch italienische Truppen besetzt wurde. Durch ihre strategisch günstige Lage war sie immer wieder Ziel von feindlichen Angriffen, unter anderem auch im November 1943 durch die deutsche Wehrmacht. Auch die Engländer besetzten kurzzeitig die Insel.

Vor dem Beginn des Massentourismus in den siebziger und achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts bildete vor allem die Landwirtschaft das wirtschaftliche Rückgrat der Insel Samos. Zahlreiche Agrarprodukte konnten hier erfolgreich angebaut und anschließend in viele Länder der Erde exportiert werden, zum Beispiel Wein, Olivenöl und Rosinen. Auch für die Herstellung und Verarbeitung von Leder war die Insel einst sehr bekannt. Einen ganz besonderen Stellenwert in der Wirtschaft nahm im 20. Jahrhundert der Tabakanbau ein. Die zunehmende Nachfrage nach Tabak auf den Weltmärkten sorgte für ein erhebliches Wachstum des Wohlstands auf Samos, so dass sich viele Bauern vom Anbau der traditionellen Agrarprodukte abwendeten und fortan ihr Glück im Anbau und der Verarbeitung von Tabak suchten.

Ein tiefer Einschnitt in die Wirtschaft von Samos ergab sich einerseits durch die Wirren des Zweiten Weltkriegs, andererseits sorgte auch der langjährige Bürgerkrieg, welcher bis in die siebziger Jahre reichte, dafür, dass insbesondere junge Menschen die Insel Samos verließen und in die großen Städte des griechischen Festlandes oder gar anderer europäischer Länder übersiedelten. Erst Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre kehrten viele von ihnen wieder nach Samos zurück. Der Tourismus sorgte in den Folgejahren dafür, dass die gesamte demographische Entwicklung der Insel nachhaltig verändert wurde. Allerdings konnte der Tourismus die Landwirtschaft sowie das Handwerk und den Handel nie ganz von der Insel Samos verdrängen, noch heute leben die meisten Einwohner von einem Mix aus saisonalem Einkommen aus dem Tourismus und landwirtschaftlichen beziehungsweise handwerklichen Tätigkeiten in den übrigen Zeiten.

Bereits in denen sechziger Jahren wurden auf Samos erste Maßnahmen durchgeführt, die zur Vorbereitung auf den Massentourismus einige Jahre später dienten. Die wichtigste dieser Maßnahmen waren der Bau und die Inbetriebnahme des Flughafens auf Samos im Jahr 1963. Kurz zuvor wurde die Insel zudem komplett elektrifiziert. Diese und weitere Veränderungen sorgten dafür, dass zum Ende der sechziger und in den frühen siebziger Jahren der Tourismus auf Samos quasi explodierte. In der Folge bewirkte dieser naturgemäß auch eine komplette wirtschaftliche Neuausrichtung eines großen Teils der Inselbewohner. Seit Anfang des neuen Jahrtausends haben sich die Besucherzahlen auf Samos bei etwa 130.000 bis 150.000 Touristen pro Jahr eingependelt. Die meisten Gäste kommen aus anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Großbritannien oder der Niederlande. Auch bei skandinavischen Urlaubern ist Samos sehr beliebt.

Für Urlauber ist die Insel Samos inzwischen sehr gut zu erreichen. Der Flughafen Samos-Aristarchos verfügt über eine umfangreiche Anbindung an den internationalen Flugverkehr und wird in der Sommersaison täglich von verschiedenen Fluggesellschaften angeflogen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit der Fähre von Piräus oder einem Personenschiff vom türkischen Festland aus anzureisen. Die Insel Samos bietet ihren Besuchern viel Abwechslung. Ob Sport, Kultur, Abenteuer oder einfach nur Erholung – hier kommt jeder mit seinen individuellen Ansprüchen und Bedürfnissen auf seine Kosten. Dreh- und Angelpunkt der Insel ist die pulsierende Hauptstadt Vathi, die mit dem verträumten Hafen und vielen gut erhaltenen, neoklassizistischen Gebäuden aufwartet. Ebenso sehenswert ist die Stadt Pythagorio, die den Namen des berühmten Philosophen Pythagoras trägt, welcher auf der Insel geboren wurde. Hier befindet sich auch der Tunnel des Eupalinus, ein unterirdisches Aquädukt zur Wasserversorgung. Weiterhin verfügt die Insel über mehrere sehenswerte Museen, z. B. das archäologische Museum in Vathi und das naturgeschichtliche Museum, welches Exponate aus der gesamten Ägäis umfasst.


Strand auf Samos

Auf den ersten Blick bietet die Insel Samos hinsichtlich ihrer Strände weit weniger als andere beliebte Touristeninseln in der Ägäis. Schaut man allerdings etwas genauer hin, so wird man entdecken, dass die Strände auf Samos teilweise besonders schön in die Natur eingebettet sind und somit ihre ganz eigenen Reize bieten. Grundsätzlich gibt es Strände auf Samos an allen Küsten. Die weitaus meisten von ihnen finden sich jedoch an der Südküste, wo auch die einzigen feinsandigen Strände liegen. Nachfolgend eine Übersicht der touristisch interessantesten Strände von Samos:

Samos - Strände an der Südküste

Die meisten Strände an der Südküste - wie auch an den anderen Küsten von Samos - sind Kies- beziehungsweise Kieselsteinstrände. Ausnahmen machen hier zwei Strände im Westen und Osten der Südküste, die zugleich die beliebtesten Strände für Urlauber darstellen. Es handelt sich dabei um den „Psili Ammos West“, ein etwa 500 m langer feinsandiger Strand, an dem auch FKK betrieben werden kann, sowie der „Psili Amos East“, welcher etwa 300 m lang und 30 m breit ist und ebenfalls mit feinem Sand aufwartet. Die weiteren Strände an der Südküste von Samos sind allesamt Kiesstrände, wobei der Kies je nach Strand sehr unterschiedliche Größen aufweist und teilweise im Wasser in Sand übergeht. Die bekanntesten Kiesstrände der Südküste sind: Possidonio, Mikali, Pythagorio, Ireon, Tsopela, Balos, Pefkos, Votsalakia u.a.

Samos - Strände an der Westküste

An der Westküste von Samos finden sich nur wenige Strände, die zudem teils mit sehr grobem Kies belegt sind und somit für viele Urlauber nicht das Optimum darstellen. So wundert es auch nicht, dass sich hier die wenigsten Urlauber tummeln. Wer dennoch einen Strand an der Westküste sucht, sollte sich folgende Namen notieren: Valsamos, Plaka, Agios Ioannis Eleimonas.

Samos - Strände an der Nordküste

Wen die Kieselsteine unter den Füßen nicht stören, der findet an der Nordküste von Samos einige recht sehenswerte Strände. Teilweise sind diese jedoch nur zu Fuß erreichbar und liegend recht versteckt, dafür kann man sich hier sicher sein, nicht wie die Sardinen in Horden von Touristen liegen zu müssen. Bekannte Strände an der Nordküste sind beispielsweise: Seitani, Potami, Karlovassi, Avlaki, Tsambou, Agios Konstantinos, Tsamadou, Lemonakia, Kokkari, Gangou Beach. Strände an der Ostküste. Wer das Ursprüngliche sucht, der wird an den wenigen Strände an der Ostküste von Samos auf seine Kosten kommen. Wer dagegen nur faul in der Sonne liegen möchte und die Annehmlichkeiten eines echten Touristenparadieses sucht, der ist hier sicherlich an der falschen Stelle. Die Strände der Ostküste sind oft malerisch in die Natur eingebettet, verfügen daher aber auch über meist recht grobem Kies. Wen das nicht stört, der findet beispielsweise am Strand von Mourtia oder Kerveli genau das, was er schon immer gesucht hat: uralte Bäume, die Schatten spenden, kleine gemütliche Tavernen sowie viel viel Natur!

Mehr Informationen über Samos unter diesem Link

 

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