Symi
Täglich kommen Hunderte von
Tagesausflüglern von Rhodos aus nach
Symi hinüber. Alle Reiseveranstalter
verkaufen Ausflugspakete dorthin. Man kann
aber auch nur ein Ticket für die Überfahrt
lösen und sich dann auf eigene Faust
umschauen. Die Orientierung fällt leicht,
wenn man beim Einlaufen in den Symi-Fjord an
Deck steht und nach vorne schaut.

Rechts voraus sieht man den markanten
Uhrturm an der Hafenausfahrt. Hinter dem
inneren Ende des Fjords erstreckt sich das
winzige historische Ortszentrum. Geht man
aus Richtung Uhrturm noch weiter um das
Hafenbecken herum, beginnt an einem
unscheinbaren Platz die Kalí Stráta, der
historische Hauptweg mit 387 Stufen hinauf
in die schöne Oberstadt Ano Symi.
Im Zentrum von Ano Symi angekommen, ist
die gute Taverne Georgios, die urigste der
Insel, nicht zu übersehen. Hier könnte man
später abseits des Trubels gut und
preisgünstig zu Mittag essen. 100 m weiter
liegt rechts an der Gasse die Inselapotheke
mit einer über 100 Jahre alten
Originaleinrichtung. Wegweiser führen von
hier zum Archäologischen Museum. Es zeigt in
fünf kleinen Räumen Weggewichte von der
Bronzezeit bis in die letzten
vorchristlichen Jahrhunderte hinein, tönerne
Totenmasken aus dem 5. Jh. v.Chr., Fragmente
von hellenistischen Skulpturen und
Grabreliefs, byzantinische Keramik, einige
Ikonen, ein paar nautische Instrumente,
Trachten und Stickereien. Fotos zeigen
Fresken aus dem 12.-15. Jh., die in meist
verschlossenen Kirchen und Kapellen auf der
Insel die Wände schmücken. Zum Museum gehört
auch eins der schönsten Herrenhäuser der
Insel, die Chatziagapitos Sala, die man
gelegentlich ebenfalls besichtigen kann.
Des schönen Ausblicks wegen lohnt es
sich, den Weg durch die engen, an Katzen
reichen Gassen zum Kastro zu nehmen, der
Burgruine von Symi. Großdeutsche Truppen
hatten in der bis dahin gut erhaltenen
mittelalterlichen Festung 1944/45 ein
Munitionslager angelegt, das sie bei ihrem
Abzug sprengten. Erhalten blieben nur einige
wenige Mauerreste, aber die Aussicht von
dort oben ist phantastisch.
Ganz Eifrige können sich auch noch die
Windmühlen auf dem Bergkamm gegenüber
anschauen. Hinter der östlichsten Mühle sind
noch zwei bis drei Lagen großer, gekurvter
Steinblöcke zu sehen, die einst zu einem
gewaltigen antiken Rundgrab gehörten.
Nach dem Essen in der Taverne Georgios
geht es dann über die Kali Strata wieder
hinab zum Hafen. Jetzt kann man in Ruhe ins
Symi Sponge Center schauen oder auch an
einem der Straßenstände Schwämme, Seegurken
und Meeresschneckengehäuse einkaufen, bevor
es aufs Schiff zurückgeht.
Tipp für Bequeme: Jeweils zur vollen Stunde
fährt der Inselbus von seiner Endhaltestelle
nahe dem Beginn der Kali Strata direkt am
Hafen nach Ano Symi hinauf (ca. 1 €).
Außerdem gibt es auch vier Taxis auf der
Insel.
Kulinarischer Tipp: Inselspezialität sind
die "Symi Shrimps". Diese winzigen Garnelen
sind noch kleiner als der "Granat" an der
deutschen Nordseeküste. Sie werden in den
Tavernen am Hafen serviert.
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