Kairo
Einen Ausflug zu den Pyramiden von Gizeh
verbindet man am Besten mit einem Aufenthalt
in Kairo. Wer mag kann im Ägyptischen Museum
der Hauptstadt etliche, historisch
bedeutende Funde bestaunen. Vor allem das
Hab und Gut des bekannten Kindkönigs Tut
Anch Amun ist hier sorgsam aufbewahrt. Aber
auch ohne einen Museumsbesuch hinterlässt
die Stadt Kairo einen bleibenden Eindruck
bei Touristen.
Als Stadt voller Gegensätze könnte man die
Metropole bezeichnen. Arm und reich
existiert hier in der größten Stadt Afrikas
nebeneinander und von der Ruhe rund um die
Pyramiden von Gizeh ist hier nichts mehr zu
spüren. Die Bevölkerungsdichte hat die
Architekten der Stadt in Kairo zu einer
gewissen Kreativität gezwungen. So werden
die Häuser so gebaut, dass sie ständig
erweitert werden können und das
ungewöhnlicherweise nach oben. In Kairo gibt
es sozusagen nichts, was es nicht gibt. Wer
kann, sollte auf jeden Fall ein paar Tage
bleiben und das bunte Treiben auf sich
wirken lassen.
Kairo hat kulturell so Einiges zu bieten.
Über 500 Moscheen, von denen nicht wenige
aus dem 9. und 10. Jahrhundert stammen, sind
hier beheimatet. So ist die Hauptstadt
Ägyptens ein echtes Kulturdenkmal und vor
allem die Zitadelle einen Besuch wert, da
man von ihr aus einen weiten Blick über die
Metropole Kairo genießen kann. Die Zitadelle
diente vermutlich ursprünglich der Abwehr
feindlicher Kreuzritter und wird bis heute
militärisch genutzt. Seit nunmehr zwanzig
Jahren steht sie jedoch auch für Besucher
offen.
Wer shoppen mag, der wird Kairo lieben. In
der Regel kann man davon ausgehen, dass man
in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr
einkaufen kann, außer am Freitag, wenn die
meisten Läden geschlossen haben. Auf den
Märkten, die teilweise antik, teilweise
modern angehaucht sind, findet man auf jeden
Fall ein schönes Andenken. Sehenswert ist
auf alle Fälle der Bazaar Khan Al-Khalili.
An etlichen Ständen bieten
verhandlungsbereite Verkäufer Schmuck, Waren
aus Glas, Parfüm, Duftöle, Teppiche und
Zahlreiches mehr an landestypischen Waren
an. Mit ein paar Schnäppchen in der Tasche
kann man anschließend in einem Café
verschnaufen und das bunte Treiben noch ein
wenig beobachten. Das Handeln ist hier
übrigens keine Unart, sondern sogar
erwünscht. Wer den erstgenannten Preis des
Verkäufers widerspruchslos zahlt, der zahlt
definitiv zuviel.
Für welche der zahlreichen Möglichkeiten,
Kairo kennen zu lernen man sich auch
entscheidet, man sollte nicht selbst fahren,
sondern per Taxi, Metro oder Bus unterwegs
sein. Das Verkehrssystem in Kairo ist
unüberschaubar und chaotisch. Als Europäer
kann man da schon ganz schön ins Schwitzen
kommen, denn Verkehrsregeln werden von den
Autofahrern weniger Ernst genommen. Die
Altstadt Kairos erkundet man am Besten zu
Fuß. Altertümliche Kirchen, die älteste
Synagoge Ägyptens und die älteste Moschee
befinden sich hier und laden zu einer Reise
durch längst vergangene Zeiten ein.
Ägyptenurlauber runden ihren Stadtbummel
durch Kairo gern mit eine Tasse Tee ab, die
zum Beispiel im Fishawis Teehaus besonders
gut schmeckt. Dieses Teehaus zeichnet sich
durch eine 200 jährige Tradition aus und ist
zudem ein idealer Schauplatz.
|