Karnak Tempel
Besonderer Berühmtheit und Beliebtheit
erfreut sich der Karnak Tempel, der 3
Kilometer nördlich vom Luxor Tempel entfernt
gelegen ist. Ein riesiger Komplex
kennzeichnet den Karnak Tempel, der aus
zahlreichen Bauten besteht, die von
verschiedenen Pharaonen zu unterschiedlichen
Zeiten erbaut und erweitert wurden. Seine
Größe, Schönheit und Pracht machen den
Karnak Tempel, der einst als die religiöse
Kulturstätte schlecht hin galt, zu einem
einzigartigen Bauwerk, wie es so sonst nicht
mehr vorzufinden ist. Lediglich die
Pyramiden und Abu Simbel sind legendärer und
erfreuen sich noch größerer Beliebtheit.
Wie der nahe gelegene Luxor Tempel ist auch
der Karnak Tempel zu Ehren der Gottheit Amun
entstanden. Die Ägypter verehrten ihn
zeitweise in der Gestalt des Widder, und so
verwundert es nicht das eine
Widderallee die Verbindung von Karnak und
Luxor Tempel darstellte.
 Die Widderallee,
auch Sphingenallee genannt, ist es auch die
den Besucher zur ersten Attraktion, der
unvollendeten Front mit einem 43 m hohen
Pylonen geleitet. Nach dem ersten längeren
Staunen über den großzügigen Eingangsbereich
der 113 m breit ist, und einem Grübeln
darüber wie es den alten Ägyptern 4000 Jahre vor
Christus möglich war so etwas zu erschaffen,
geht es weiter in den ersten Hof. Nachdem
man diesen überquert und an dem zweitem
Pylonen vorbeigekommen ist wird man im
großen Säulensaal spätestens das zweite Mal
beeindruckt innehalten. Auf über 5000 m²
ragen insgesamt 134 Säulen mit einer Höhe
von bis zu 21 Metern in die Höhe. Nach
weiteren zwei Pylonen wartet der Obelisk der
Königin Hatschepsut auf das Staunen in den
Gesichtern seiner Betrachter. Dieser Obelisk
gehört zu den größten seiner Zeit, was man
in Anbetracht seiner Höhe von 29,5 Metern,
und einem Gewicht von ca. 30 Tonnen durchaus
glauben kann.
Ursprünglich sollten drei Obelisken den
Karnak Tempel schmücken. Ein zweiter wurde
leider zerstört, und liegt am heiligen
Tempelsee. Ein dritter ist eine
Sehenswürdigkeit in Assuan und kann dort
unvollendet in den ehemaligen Steinbrüchen
besichtigt werden.
Nicht versäumen sollte man einen Blick auf
den Tempelsee von Thutmosis III, der
parallel zum hinteren Teil des Tempels
verläuft. Ein Tempelsee war typisch für die
alten Ägypter, und gehörte für die meisten
Bauherrn von Tempeln zu diesen einfach dazu.
Der heilige See diente nicht nur der
Waschung der Pharaonen - sein Wasser wurde
schlicht und ergreifend auch benötigt um im
Tempel beheimatete Tiere und Menschen zu
versorgen. Wer sich einen Besuch im Karnak
Tempel auch bei Dunkelheit gönnen möchte,
auf den wartet die sogenannte Sound und
Light-Show, die sicher unvergessen bleibt
und vom See aus besonders imposant ist, da
das Wasser für zusätzliche Effekte sorgt.
Zuletzt noch ein Hinweis: Während der
Besichtigung der weitläufigen Anlage
des Karnak Tempel verhelfen ein Café und ein Kiosk zu einer
Erfrischung und sorgen für das leibliche
Wohlergehen.
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