Urlaub und Reisen - Österreich - Der
Großvenediger
Bis 1787 ist der Großvenediger unter dem Namen
Stützerkopf bekannt gewesen. Die Namensänderung
rührt daher, dass man angeblich bei guter Sicht
vom Gipfel des Großvenedigers das Meer und
Venedig erblicken kann.
Der Aufstieg auf den
Großvenediger ist für alle Kletterer und
Wanderfreunde eine Herausforderung und ist durch
das Obersulzbachtal möglich. Viele kleine Hütten
liegen auf dem Weg zum Gipfel und laden zum
Rasten ein.
Der erste Versuch den Großvenediger zu bezwingen
wurde im Jahre 1828 unternommen.
Am 08.08.1828
versuchte der Erzherzog Johann mit 15 Männern
sein Glück. Als Führer der Gruppe fungierte der
Oberjäger Paul Rohregger. Durch schlechtes
Wetter wollte sich der Erzherzog nicht aufhalten
lassen und so befahl er die Umkehr zu spät.
Durch eine Schneebrett welches sich vom Gipfel
löste wurde Rohregger in die Tiefe gerissen und
unter Schneemassen vergraben. Durch den Einsatz
seiner Begleiter konnte er gerettet werden,
allerdings wurde kein zweiter Versuch der
Gipfelbesteigung unternommen.
1941 gab es dann endlich den ersten
erfolgreichen Aufstieg auf den Großvenediger und
das Ganze wieder unter der Führung von Paul Rohregger. Die Gruppe setzte sich aus Paul
Rohregger, Josef Schwab ( Hausstatt Sepp), Dr.
Ruthner, Bezirksarzt Dr. Spitaler und weiteren
35 Männern zusammen. Von den 40 Männern
erreichten 26 den Gipfel, der Rest musste vor
Müdigkeit halt machen. Josef Schwab stand als
erster auf dem Gipfel und seit dieser Zeit
versuchen begeisterte Kletterer es ihm gleich zu
tun.
Zwar ist auch heute der Weg zum Gipfel des
Großvenedigers immer noch mühevoll, aber die
Aussicht entlohnt für alle Mühen. Ob es nun
stimmt, dass man bis nach Venedig einen freien
Blick hat und das Meer sehen kann sei dahin
gestellt. Doch die Weite und Schönheit der Natur
die sich auftut ist atemberaubend schön und alle
Mühen wert. |