Sielhäfen Ostfrieslands - Greetsiel Carolinensiel
Von Reiseleiter | 11.April 2009
Zwischen den beiden großen Hafenstädten Emden und Wilhelmshaven liegt an der Küste des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer eine ganze Reihe von kleineren Hafenorten, von denen aus man auf die Ostfriesischen Inseln hinüber fährt. Norddeich hat mit den Linien nach Norderney und Juist den stärksten Verkehr, der Hafen selbst jedoch ist modern und sachlich.
Wirklich schöne Küstenorte mit idyllischen Häfen sind hier nur Greetsiel, Neuharlingersiel und Caroliniensiel (Foto). Ihre Häfen sind Sielhäfen: Häfen am Ausgang flussähnlicher Entwässerungsgräben vor den Sielschleusen, die verhindern, dass die Flut ins Binnenland vordringt und Wasser abgeben, wenn Ebbe ist. Neuharlingersiel liegt dabei noch immer am Meer, während die beiden anderen Orte durch Neulandgewinnung jetzt etwa 2 Kilometer landeinwärts stehen, aber durch ein neues Siel mit dem offenen Meer verbunden sind.
In Greetsiel und Neuharlingersiel liegen an manchen Tagen Dutzende von Krabbenfängern an den Kais, Carolinensiel wird von historischen Seglern geprägt. In Carolinensiel zeigt ein Schifffahrtsmuseum in mehreren historischen Gebäuden, wie geschäftig diese Orte früher waren und wie weit ihre Kapitäne in aller Welt unterwegs waren. Vom Hafen Carolinensiels fährt mehrmals täglich ein kleiner Raddampfer durch das flussähnliche, schnurgerade neue Siel bis nach Harlesiel, dem Ausgangshafen für Fähren nach Wangerooge.

Besonders lohnenswerte ist ein Besuch der drei Sielhäfen, wenn sie im Sommer ihre Hafenfeste feiern (Foto: Hafenfest in Carolinensiel). DieTermine erfährt man unter www.harlesiel.de (für Carolinensiel), www.greetsiel.de und www.neuharlingersiel.de.
Autor: Klaus Bötig
Reisebericht aus: Nordseeküste |
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