Trügerisches Bild – Popeye Village auf Malta
Von Reiseleiter | 2.April 2009
Malta ist ohne Zweifel eine schöne Insel. Aber wer hinfährt muss wissen, worauf er sich einlässt. Malta ist dichter besiedelt als das Ruhrgebiet, in weiten Teilen eine einzige, autoreiche Großstadt. Gute Sandstrände gibt es nur im Inselnorden, grüne Natur nur im Norden und Westen.
Sehenswürdigkeiten gibt es in Hülle und Fülle, von den Steinzeittempeln bis hin zu den barocken Bauten des Malteserordens, von Museen bis zu Grotten und imposanten Steilküsten. Nur eins ist auf Malta kaum zu finden: Fischeridylle und romantische Ländlichkeit.

Da vermitteln die Fotos in Prospekten und auf Plakaten oft ein falsches Bild. Man zeigt die vielen bunten Fischerboote im Hafen von Marsaxlokk ohne die gleich ganz in der Nähe aufragenden Schlote eines Kraftwerks und ohne die Containerbrücken des neuen Hafens – oder bildet das Popeye Village ab (siehe Foto).
Das ist beileibe kein typisch maltesisch Dorf – sondern eine inzwischen nach Bränden schon mehrfach wieder aufgebaute Filmkulisse, in der sich jetzt massenweise tätowierte Briten in Shorts und ärmellosen T-shirts tummeln…
Autor: Klaus Bötig
Reisebericht aus: Malta |
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